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Willi Ostermann

Kölns größter Heimatdichter

150 Jahre
Willi Ostermann

2026 jährt sich zum 150. Male der Geburtstag von Willi Ostermann.

Das bedeutet, dass wir ihm in vielfältigster Weise Gedenken und Ihnen einige spannende Veranstaltungen zur Person Willi Ostermann bieten.

Feiert mit uns
in 2026

Die Willi Ostermann Gesellschaft

hat sich zum Ziel gesetzt, das Erbe von Willi Ostermann zu bewaren

Die Willi Ostermann Biographie

Kölns größter Heimatdichter

„Dieser Willi Ostermann, seines Zeichens Komponist, Texter und Interpret eigenen, kölschen und rheinischen Liedguts, mit wenig musiktheoretischen Kenntnissen, dafür mit um so mehr Selbstbewusstsein und Jeföhl ausgestattet – dieser Willi Ostermann jedenfalls war ein großer. Ein Großer seines Genres. Und wahrscheinlich der Größte seiner Zeit.“

Diadem zur Silberhochzeit

Das Willi Ostermann auch heute noch populär ist, dass er in seinen Liedern weiterlebt, liegt wohl auch daran, dass diese so aktuell sind wie vor hundert Jahren, dass sich in seinen Alltagsbeschreibungen heute wie damals jeder wiederfinden kann. „Kölsch-Professor“ Dr. Heribert Hilgers hat das einmal so erklärt: „Ostermann hat zwar nie die heile Welt geschildert, weil er alles so beschrieben hat, wie es war. Aber der Optimismus, der gerade durch die kölsche Sproch geprägt wird, hat den Menschen immer wieder Aufschwung gegeben und tut es auch heute noch.“

Ostermann-Biograf Hans W. Krupp schreibt, was den Liederdichter aus der Masse herausgehoben habe, sei die Fähigkeit gewesen, das Alltagsgeschehen intensiver erfassen und erfinden zu können: „Dazu kam noch die seltene Gabe, solche Alltagserfahrungen, dramaturgisch genial, in Milieugeschichten einzubetten und wiederzugeben – und das fast ausschließlich mit den einfachen Mitten der Mundart.“

„Was Beethoven für Bonn, das ist Ostermann für Köln“

Ferdi Leisten, Vorsitzender des Willi-Ostermann-Kuratoriums, bei der Verleihung der Goldenen Ostermann-Medaille an die Willi Ostermann Gesellschaft am 23. Januar 1976

„Willi Ostermann hat sich mit Tünnes und Schäl beschäftigt. Er widmete den beiden Kölner Originalen zwar kein Lied, benannte aber sein Humoristisches Kölner Wochenblatt nach ihnen. Die Zeitschrift Tünnes und Schäl ging allerdings schon im zweiten Jahrgang (1931) wieder ein.“

„Karneval ohne Maske“ von Wolfgang Oelsner/Rainer Rudolph, Greven Verlag Köln

„Willi Ostermann ist in Köln – und darüber hinaus – allgegenwärtig. Im Kölner Straßenverzeichnis ist sein Name zu finden (Ostermannplatz), und auf dem Rathausturm hat er seit dem 6. Mai 1995 zusammen mit 123 bedeutenden Kölnern aus zwei Jahrtausenden als Steinfigur einen dauerhaften Blick auf sein Köln. Von dort wird er Zeuge der alljährlich zu seinen Füßen auf dem Altermarkt stattfindenden Feier zum Elften im Elften. Tausende Kölner, angeführt vom Oberbürgermeister, eröffnen auf Initiative der ihm zu Ehren im Jahre 1967 gegründeten Willi Ostermann Gesellschaft Köln e.V. den Straßenkarneval.“

Discographie „Willi Ostermann in Gold“ von Reinold Louis Carlton

Zitate

Willi Ostermann in Zitaten

„Ostermann ist … ein echt kölscher Volkssänger, der seinen Landsleuten (und nicht nur ihnen) Jahr für Jahr neue Lieder bescherte…Er nutzte für seine Schlager allerlei Begebenheiten aus dem Alltag des kleinen Mannes, gab dessen sorgenvollem Dasein die Wendung zum Humor, beschrieb es im Vers, um es moritatenhaft im Kehrreim zu verallgemeinern, schuf Text und Musik von unverwechselbarem Charakter. Und trug er selbst vor, ein hagerer Kerl mit schmalem Gesicht, Stupsnase und rotem Haar, so zündeten seine heisere, nicht ausgebildete Stimme und seine charmante Mimik sogleich, sein Publikum entzückte sich und sang nach Kräften mit. Zahllos sind denn auch seine Walzer und Polkas und Foxtrotts, die längst Kölner Volksgut darstellen, weil sie Kölner Geschichte spiegeln.“

Auszug aus „Meines Vaters Haus“ von Artur Joseph , Cotta Stuttgart 1959. Die Familie Joseph war mit Willi Ostermann befreundet. Der hatte ein Poem geschrieben, das Artur Joseph gemeinsam mit seinem Bruder auf der Hochzeit einer Tante vorzutragen hatte.

„Mehr als 30 Jahre hatte Willi Ostermann den Menschen mit seinen Veedels- und Milieu-Schilderungen kölsches Lebensgefühl geschenkt. Seine Lieder waren und sind musikalische Höhepunkte op dr Stroß und in den Sälen – nicht nur im Karneval. Dafür verehren in die Menschen noch heute.“

„Ich mööch zo Fooß no Kölle gon – Willi Ostermann“, Köln-Film-Archiv: Leeder, Minsche, Jasse

„Ostermann war ein musikalischer Botschafter Kölns, denn mit vielen erfolgreichen Rheinliedern in hochdeutscher Sprache, die über den damals entstehenden Rundfunk zu hören waren, aber auch in persönlichen Auftritten hat er für seine Heimat Köln geworben, wie es heute kein Public-Relations-Manager besser könnte.“

Oberbürgermeister Norbert Burger, 1987 in der Chronik „20 Jahre Willi Ostermann Gesellschaft“

„Die Chance, über Jahrzehnte hinweg populär zu bleiben, haben nur solche Lieder, die einen bestimmten Qualitätsanspruch erfüllen. Denn die Messlatte für derartige Erfolge hat ein unvergessener Liederdichter sehr hoch gelegt: Willi Ostermann mit seinen mal gemütvollen, mal heiteren, stets aber im besten Sinne volkstümlichen Liedern.“

Oberbürgermeister Norbert Burger, Grußwort Festschrift 1985

Der Willi Ostermann Liedpreis 2020

26.02.2020
Die Videos des Willi Ostermann Liedpreises

1. Platz

des Liedpreises ging an die Elly Heuss-Knapp Realschule mit
„Heimweh nach Kölle“

Literatur

Der Spiegel

Nr. 1, 1950, Seite 6

Hans W. Krupp: Willi Ostermann. Mundartdichter und Liedersänger. Stadt Köln [1986]. Neuausgabe als: Willi Ostermann. ‚En Kölle am Rhing …‘. Eine Biographie von Hans W. Krupp, neu herausgegeben von Anne Krupp.
Wienand Verlag, Köln 1995
ISBN 3-87909-432-2

Sabine Giesbrecht, Hendrikje Enders: Grüße aus dem Rheinland – »Ich mööch zo Foß noh Kölle gon«. Lieder von Willi Ostermann auf historischen Bildpostkarten. In: Arne Bense, Martin Gieseking, Bernhard Müßgens (Hrsg.): Musik im Spektrum technologischer Entwicklungen und neuer Medien: Festschrift für Bernd Enders.

EpOs-Music, Osnabrück 2015
ISBN 978-3-940255-60-0, Seiten 471–488
Thomas Liessem: Willi Ostermann. Leben und Wirken des rheinischen Volkslieddichters. Josef Höfer, Köln 1936. 2., veränderte Auflage 1951. Neuausgabe (um Noten erweitert) als: Willi Ostermann – Ein Leben für den Frohgesang am Rhein
Willi Ostermann Verlag, Köln 1958
ISBN 3-87252-232-9
Willi Ostermann. ‚En Kölle am Rhing …‘. Eine Biographie von Hans W. Krupp, neu herausgegeben von Anne Krupp.
Wienand Verlag, Köln 1995
ISBN 3-87909-432-2. S. 93

Bei Wilhelm Staffel, Willi Ostermann, 1976 durchgängig Schreibweise „Käthe“, auf dem Grabstein „Käte“.

Wilhelm Staffel: Willi Ostermann
Greven Verlag Köln, 1976

ISBN 3-7743-0137-9

Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945.
CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004
Seite 5056
Willi Ostermann. Ein Leben für den Frohgesang am Rhein. Gesamtausgabe. Hrsg. von Thomas Liessem. Willi Ostermann Verlag, Köln 1958. Entgegen gängiger Aussprache ist die Schreibweise mit „g“ hier korrekt. Siehe auch Adam Wrede: Neuer kölnischer Sprachschatz.
Greven Verlag, Köln 1956–1958
unter Buchstabe „G“: „Im allgemeinen wird er von Kölner Dichtern und Schriftstellern des Schriftbildes wegen beibehalten […]“

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